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Review Fler „Flersguterjunge“


By admin - Posted on 19 June 2010

FlersguterjungePatrick Losensky alias Fler bringt mit „Flersguterjunge“ sein mittlerweile fünftes Soloalbum heraus, dieses Mal – anstatt über Aggro Berlin – über Bushidos Label ersguterjunge. Wem die subtilen Ähnlichkeiten zwischen Label- und Albumname aufgefallen sind dem sei gesagt: Fler hat mit Aggro abgeschlossen, daher der Name. So oder so ähnlich zumindest die Aussage Flers. Alles andere wäre pure Spekulation.

Rein äußerlich macht die CD einen guten Eindruck und nachdem man die Hülle öffnete kann man sich auf ein sechs-seitiges Booklet freuen. Doch die erste Ernüchterung folgt auf dem Fuß: anstatt Lyrics, Infos oder etwas anderes Nützliches gibt es Bilder von Fler, die – was das schlimmste ist – eigentlich alle mehr oder weniger gleich aussehen. Jetzt kann man denken: „Was soll’s, der Junge ist ja ein Rapper und kein Model“ und widmet sich dem Inhalt.

Auch hier geht es vielversprechend los. Im Intro schaufelt sich Fler sein eigenes Grab, murmelt vor sich hin und gibt sich die Kugel. Eine netter Einstieg, wenn man bedenkt das Fler ja mit ersguterjunger von vorne anfängt und Aggro hinter sich läßt. Direkt der zweite Track birgt aber eine Überraschung. Man hört den Beat, Fler’s Flows und muss sich allen Ernstes fragen ob man da nun Bushido oder Fler hört. Identischer Rhythmus und Flow. Nachdem Fler in einem Interview sagte das er seinen Rap-Stil ändert, hätte man einiges erwarten können aber eine Bushido-Kopie? Aber das Album hat – zumindest in der Standard-Edition – 17 Tracks und so kann man mehr erwarten. Oder?

Richtig traurig wird es aber erst wenn man zu Track Nummer Vier kommt: „Alles gefickt“. Man sollte nicht meinen das Fler schon ein paar Jahre als Rapper auf dem Buckel hat. Ein Text wie „Ich habe Erfolg, weil ich nicht wie Samy rappe“, hat nicht nur das Reim-Niveau von „Haus, Maus, Laus“, sondern birgt auch eine große Abrechnung. Egal ob Sido, Samy, Specter oder die Ex von Fler. Jeder bekommt sein Fett weg. Ob sich diese Menschen, die mittlerweile alle erwachsen geworden sind, wirklich dafür interessieren? Man weiß es nicht! Auf die Verkaufszahlen dürfte es sich bestimmt auswirken, zumindest was die Käufer angeht die mit ihrem Schul- oder Taschengeld unterwegs sind und sich entscheiden „flersguterjunge“, anstatt ein paar Kaugummis zu kaufen.

Andere Tracks der CD sind nicht viel besser. Hervorzuheben sind aber die Beats, die zum großen Teil von Bushido, Beatzarre & Djorkaeff gemacht worden sind und –das muss man neidlos anerkennen – wirklich sehr gut sind. Am Ende des Tages gibt es aber auch etwas zu lachen. Wenn man „Blaulicht bei Nacht“ hört, gibt es eine gesungene – oder vielleicht eher gezwungene – Hook von Fler zu hören. Da sträuben sich jedem Musikfan – egal welches Genres – wirklich auch die letzten Haare. Bei letzt genanntem Song gibt es übrigens auch ein Feature von Bushido, der auf dem Album ohnehin – wen mag es wundern – ohnehin sehr präsent ist. Natürlich alles weil es gerade aufs Album gepasst hat, warum auch sonst?!

Zum Abschluss noch ein nettes Zitat aus einem der Songs: „Scheiß auf die Familie, die Freunde und die Presse. Ihr wollt euch vertragen? Kein Interesse!“ Da bleibt mir zu sagen: „Kein Interesse an einem weiteren – zudem schlechteren – Bushido. Setzen Sechs.“

Bewertung: 2 von 5 Sternen

2

Ich habe schon wesentlich schlechtere Mukke gehört aber dasDing war schon enttäuschend. Die Sachen bei Aggro waren besser.

Doh!

was für ein scheiss album. rausgeworfene 14 euro.

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